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SCHLOSS

Der Schlossgarten

Seit Juni 2008 sind die Bagger im Schlossgarten zwischen dem Kurfürstlichen Schloss und der Preußischen Mauer zugange, um den dort Mitte des 19. Jahrhunderts von Gartenbaumeister Peter Joseph Lenné angelegten Garten in Grundzügen zu rekonstruieren und dabei neu zu interpretieren. Große Erdarbeiten waren notwendig, um den Garten wieder auf das Geländeniveau des historischen Vorbildes abzusenken. Der Ausbau des 2008 auf das historische Geländeniveau abgesenkten Schlossgartens erfolgt von Januar bis September 2009, während die Gestaltung der Freiflächen innerhalb der beiden Zirkularbauten für den Zeitraum von Juni bis September 2009 geplant ist. Die Arbeiten an dem Ende Juli 2008 begonnenen Parkplatz unterhalb der Pfaffendorfer Brücke sind bereits abgeschlossen. Um die Verbindung von Innenstadt zum Rhein zu stärken, entsteht von Februar bis September 2009 am Konrad-Adenauer-Ufer im Bereich des Kurfürstlichen Schlosses eine ca. 100 Meter breite Sitzstufenanlage.

Die Strukturierung des Schlossgartens zwischen dem Kurfürstlichen Schloss und den Rheinanlagen erfolgt zum einen über die terrassenförmige, Lenné'sche Anordnung unterschiedlicher Ebenen, die den Garten von der höher liegenden Mitte ausgehend nach beiden Seiten entwickelt. Auch das Denkmal "Vater Rhein und Mutter Mosel" auf dem Podest in der Mitte wird durch den Umbau freigestellt. Wasserfläche und Springbrunnen sollen in diesem Bereich erhalten bleiben und zu neuer Geltung gelangen. An diesem Ort wird eine sehr üppige und vielfältige Pflanzenwelt mit Rosen, Stauden und klassischen Hecken den Besuchern der Bundesgartenschau Koblenz 2011 ein ähnlich exklusives Gefühl verleihen, wie es die früheren Herrscher an diesem Ort wohl gehabt haben müssen. Gemäß historischem Vorbild wird der Garten nicht axial auf das Schloss hin ausgerichtet, sondern parallel zum Rheinufer angelegt. Die Wege verlaufen mit den Gartenebenen, um beim langsamen Flanieren die verschiedenen Bereiche des Gartens mit Muße zu entdecken. Analog der Intimität dieses abgeschlossenen Raums ist hier auch Platz für kleinere Veranstaltungen während und nach der Bundesgartenschau Koblenz 2011. Die alte Infanteriemauer zwischen dem Rheinufer und dem Schlossgarten gehört zu diesem Ensemble und unterstützt die Atmosphäre des Gartens als abgeschlossener Raum. Gemäß inzwischen erfolgter Abstimmung mit den Denkmalpflegebehörden, soll diese Mauer künftig um zwei Durchbrüche ergänzt werden. Damit wird der Schlossgarten auch nach der Bundesgartenschau Koblenz 2011 als neu zu entdeckendes Kleinod gut erreichbar sein.

Der Schlossvorplatz

Mit der Vorbereitung zur Bundesgartenschau Koblenz 2011 entsteht auf dem Schlossvorplatz ein attraktiver Park, der als verlängerte Achse der Schloßstraße durch das geöffnete Schloss und den Schlossgarten hindurch über die Rheinstufenanlage am Konrad-Adenauer-Ufer die Innenstadt mit dem Rhein verbindet. Die ehemals als Parkplatz genutzte Fläche wird wieder zur herrschaftlichen Schlossparkanlage. Hier dominiert während der BUGA Koblenz 2011 überwältigende Blumenpracht durch großflächige Wechselflorbeete. Innerhalb des zur Pfaffendorfer Brücke gelegenen Zirkularbaus wird eine Wasserfläche entstehen, während in dem anderen Zirkularbau eine wandelbare Veranstaltungsfläche mit Kübelbepflanzung geplant ist. Die Grundvoraussetzung für die Umgestaltung des Schlossvorplatzes von einem Parkplatz hin zu einer gut strukturierten, spannungsvollen Fläche mit hoher Aufenthaltsqualität ist die dauerhafte Verlagerung der PKW-Stellplätze aus diesem Bereich hinaus. Zum Ausgleich dienen ein neuer Parkplatz zwischen der Pfaffendorfer Brücke und dem südlichen Zirkularbau sowie eine Tiefgarage unter dem Schlossvorplatz. Auch juristisch sind durch Abschluss des Freiflächenpachtvertrags mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über die Nutzung des Schlossvorplatzes und durch das Vertragswerk mit dem Land über die Einbeziehung des Festungsgeländes wichtige Weichenstellungen erfolgt. Am Schlossrondell soll die im Eingangsbereich notwendige Infrastruktur der BUGA Koblenz 2011 wie Kassen, Toiletten, Info-Point usw. untergebracht werden.

Der Tagungsbereich

Der bisher für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Mittelteil des Kurfürstlichen Schlosses wird von der Koblenz-Touristik saniert und über die BUGA hinaus im Rahmen von Veranstaltungen, Kongressen, Tagungen, Empfängen und privaten Festlichkeiten geöffnet sein.  Neben einem Café entstehen fünf ausgewählte Räumlichkeiten, die für private und geschäftliche Anlässe angemietet werden können und künftig einen repräsentativen, exklusiven Rahmen für Veranstaltungen bieten. Die Bauarbeiten im Inneren des Kurfürstlichen Schlosses dauern von Frühjahr 2010 bis zum Frühjahr 2011.

Die Tiefgarage

Unter einem Teil des Schlossvorplatzes entsteht derzeit die Tiefgarage, die die in Düsseldorf ansässige Provinzial Rheinland Versicherung für 11 Mio. Euro bauen lässt. Diese Tiefgarage, die von der Straße "Neustadt" über den SGD-Parkplatz ihre Zu- und Ausfahrt enthält, wird 448 unterirdische Stellplätze bieten. Dadurch kann überirdisch eine Vielzahl an Stellplätzen zugunsten von Grünanlagen weichen. Diese Tiefgarage kann nur eingeschossig angelegt werden, unter anderem, weil für eine zweigeschossige Ausführung das Grundwasser in diesem Bereich abgesenkt werden müsste. Die Fertigstellung der Tiefgarage ist für Januar 2010 geplant. Allerdings muss sie schon im Oktober 2009 mit einer belastbaren Decke versehen sein, damit die Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH in diesem Bereich zügig die Umgestaltung der Oberflächen zu Ende bringen kann. Da vor allem die rechtsrheinischen Besucher und Einpendler diese Tiefgarage schnell erreichen können, wird sie zukünftig im Koblenzer Verkehrskonzept eine wichtige Rolle spielen. Der Bau der Tiefgarage muss auch in Zusammenhang mit dem in der Nähe entstehenden Justizzentrum und dessen Parkraumbedarf gesehen werden.

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