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FESTUNG EHRENBREITSTEIN
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Historie

Plateau Festung Ehrenbreitstein

Mit seiner Weite und Großzügigkeit steht der Kernbereich "Plateau Festung Ehrenbreitstein" in einem großen Kontrast zu der Kleinteiligkeit und den eher gärtnerisch geprägten Arealen der Bundesgartenschau Koblenz 2011 in der Innenstadt. Bereits vor der Durchführung des Architekturwettbewerbs existierte eine Teilplanung für das Festungsentreé, welche das Berliner Büro Topotek 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten als Sieger eines vorgelagerten Landeswettbewerbs schon erstellt hatte. Für den Entwurf des neuen Eingangsgebäudes ging als Sieger dieses Wettbewerbes das Stuttgarter Architekturbüro Prof HG Merz hervor. Für diese vom Budget der Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH unabhängige Landesmaßnahme stehen 35 Mio. Euro zur Verfügung. Hinzu kommt zusätzlich die Sanierung der auf dem Festungsplateau gelegenen Jugendherberge, die das Land ebenfalls unterstützt.
Topotek 1 und der Gewinner des BUGA-Architekturwettbewerbs, das Büro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, stimmten ihre Planungen aufeinander ab, um eine einheitliche Gestaltung des Festungsplateaus gewährleisten zu können. Vor allem wird angestrebt, bei Gesamtbetrachtung der kompletten Fläche ein freies Feld in Anlehnung an den aus der Festungshistorie stammenden Begriff "freies Schussfeld" entstehen zu lassen - so wie es in früheren Zeiten von den Bewohnern der Festung Ehrenbreitstein für die Verteidigung benötigt wurde.Ein weiteres wichtiges Element der Freiraumgestaltung auf dem Festungsplateau ist das System der "gedeckten Gänge", die sich vor allem im westlichen Bereich befinden. Dieser militärische Begriff verweist nicht nur auf die Historie der Festungsanlage Ehrenbreitstein, sondern sorgt in seiner Umsetzung auch für eine spannende Strukturierung der zu gestaltenden Freiflächen. Während teilweise bereits angelegte Wege wie Achsen über das Festungsplateau gerade und ebenerdig verlaufen, wird ein Teil der angrenzenden Rasenflächen gekippt angelegt, als habe man sie um etwa einen Meter nach oben aufgeklappt. Auch diese dabei entstehenden "gedeckten Gänge" sind als Reminiszenz an die funktionelle Vergangenheit der Festung Ehrenbreitstein zu verstehen. Zu diesen kleineren Gängen verläuft eine stärker ausgeprägte Hauptachse diagonal über das Festungsplateau, vom Eingang der Bundesgartenschau Koblenz 2011 hin zu der Bergstation der Seilbahn.

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