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STADTTHEATER
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Historie

Clemens Wenzeslaus war als Kind seiner Zeit dem Geist der Aufklärung sehr zugetan und von daher verwundert es nicht, dass er 1787 zusammen mit dem Bau des Schlosses ein „Concerthaus mit Billard und Caffee-Schenk“ in der damals etwa 8000 Einwohner zählenden Stadt Koblenz bauen ließ. Anders als der Versailler Hof zeigte sich der Kurfürst bürgernah und wünschte ausdrücklich kulturelle Bildung und eine Anhebung des geistigen und sittlichen Standards der gesamten Bevölkerung sowie der Möglichkeit der freien Meinungsäußerung in angemessenem Rahmen.

Da allerdings – nicht anders als in heutiger Zeit – die Mittel für den Bau des Theaters knapp waren (zumal auch das Schloss gerade erst kostenintensiv fertig gestellt war), musste ein privater Finanzier für das Theater gesucht werden. Gefunden hat der Kurfürst ihn im Finanzberater seiner Schwester Kunigunde, Hofrat Franz Joseph Schmitz, der als Gegenleistung den Titel des ersten Direktors des „Comoedien-, Opern-, Ball-, und Assembléehauses“ erhielt.

1867 ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt über, die es 1869 renovieren ließ, wobei das Innere im Stil des Historismus umgebaut wurde. Nach weiteren Umbauten 1937 und 1952, die das Aussehen des Gebäudes weiter modernisierten und nach den Schäden des Krieges sanierten, wurde das Theater 1984 bis 1985 umfassend mit dem Ziel rekonstruiert, dem Originalzustand von 1787 möglichst nahe zu kommen. Nach zwischenzeitlicher Kapazität von 800 Plätzen (davon eine große Anzahl Stehplätze) bietet das Theater Koblenz jetzt knapp 460 Zuschauern Platz.

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