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Hochwasserschutz für Lützel, Neuendorf und Wallersheim komplett

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Hochwasserschutz für Lützel, Neuendorf und Wallersheim komplett

Am August 15, 2019, Veröffentlicht von , In Aktuelles,Allgemein, MitNo Comments

Ertüchtigung des Deiches und Sanierung des Pumpwerks an der Bleiche abgeschlossen

Mit dem Abschluss der im März 2017 begonnenen Sanierungsarbeiten am Pumpwerk an der Bleiche und der Ertüchtigung des Moseldeiches finden die Arbeiten für den Hochwasserschutz von Lützel, Neuendorf und Wallersheim ihr Ende. Oberbürgermeister David Langner, Umweltministerin Ulrike Höfken und der Präsident der SGD Nord Ulrich Kleemann (auf dem Bild von links) haben heute die Anlage offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Das Pumpwerk aus den 1920er Jahren und die Deiche sind Bestandteil des Hochwasserschutzes für die drei Stadtteile. Das Pumpwerk dient bei einem Starkregenereignis der Ableitung des Misch- und Oberflächenwassers im Hochwasserfall in die Mosel.

Die wesentlichen Arbeiten beim Pumpwerk konzentrierten sich auf den Austausch der Maschinen- und Elektrotechnik. Ferner wurde das Pumpwerksgebäude saniert und erweitert. Außerdem mussten die Zu- und Ableitungen des Pumpwerks sowie die Anbindung der örtlichen Binnenentwässerung an die aktuelle Situation angepasst werden. Die Druckleitung vom Pumpwerk in die Mosel wurde ebenfalls erneuert. Dazu wurde ein Doppelschieberschacht gebaut, der bis in eine Tiefe von rund 11 m durch eine überschnittene sowie rückverankerte Bohrpfahlwand, in Kombination mit einer Spundwand umschlossen wurde. Die beengte Lage zwischen Eisenbahnbrücke und Pumpwerk erschwerten die Arbeiten. Ferner musste die Bahntrasse aufwändig gesichert und auf Setzungen überwacht werden.

Ein weiterer Teil der Maßnahme war die Ertüchtigung des zweiteiligen Hochwasserschutzdammes aus dem Jahr 1927 zwischen der Europa- und der Balduinbrücke. Eine Überprüfung hatte ergeben, dass der Deich den heutigen Anforderungen nicht gerecht wurde und dass hier mittelfristig Handlungsbedarf bestünde. Die Sanierung der Deiche erfolgte durch das Einbringen einer Stahlspundwand bis in eine Tiefe von rund 11 m.

Die Planung fertigte die Ingenieurgemeinschaft Björnsen Beratende Ingenieure, Koblenz und das Ingenieurbüro Fischer, Erftstadt. Bauleitung und Bauüberwachung oblagen der Stadt Koblenz.

Die Kosten belaufen sich auf rd. 4,3 Mio. €. Davon tragen das Land 2,81 Mio €, die Stadt Koblenz 310.000 € und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung 1,18 Mio. €.

Die drei Koblenzer Stadtteile Lützel, Neuendorf und Wallersheim haben nun einen Hochwasserschutz für 10-jährliche Hochwasser. Mit festen und mobilen Schutzwänden werden die Stadtteile künftig noch bei einem Koblenzer Pegel von 8,75 m trocken bleiben. Rund 35,5 ha mit etwa 535 Wohn- und Wirtschaftsgebäuden werden geschützt.

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