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Casinostraße als erste Koblenzer Fahrradstraße eröffnet 

Nachdem die Umbauarbeiten an der Einmündung der Casinostraße in den Friedrich-Ebert-Ring abgeschlossen worden sind, konnte Baudezernent Bert Flöck nun die Casinostraße als erste Fahrradstraße in Koblenz offiziell eröffnen.

 

Die Casinostraße ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung für den Radverkehr in der Innenstadt, die als Fahrradstraße weiter gestärkt, komfortabler und vor allem sicherer für Rad- und auch Fußverkehr wird. Schon im 2018 beschlossenen Koblenzer Verkehrsentwicklungsplan 2030 wird diese radverkehrsfördernde Maßnahme für die Casinostraße bereits genannt und empfohlen.

Fahrradstraßen sind ein anerkanntes und in vielen Städten praktiziertes und bewährtes Planungsinstrument zur Belebung des Radverkehrs und Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere in der Nähe von Schulen. Eine Fahrradstraße ist grundsätzlich eine Straße, die dem Radverkehr vorbehalten ist. Die Casinostraße ist durch eine entsprechende „Anlieger frei“-Zusatzbeschilderung auch für den motorisierten Anliegerverkehr abschnittsweise befahrbar.

Für alle Verkehrsteilnehmenden gilt eine maximale Fahrgeschwindigkeit von 30 km/h.

Für Radfahrende gilt, sie dürfen auf der Fahrbahn in beide Richtungen fahren, dürfen nebeneinander fahren. Sie haben Vorrang an den Kreuzungen Luisenstraße und Stegemannstraße/Friedrichstraße.

Für Autofahrende gilt, sie dürfen auf der Fahrbahn nicht halten, nur dort parken, wo dies durch markierte Plätze erlaubt ist. Sie sind dem Radverkehr untergeordnet und dürfen diesen nicht behindern oder gefährden, die Fahrgeschwindigkeit muss an den Radverkehr angepasst werden.

Die zu Fuß Gehenden können sich freuen, dass ihnen im südlichen Abschnitt der Casinostraße nun der Gehweg allein vorbehalten ist und ihnen somit mehr Platz zur Verfügung steht.

 

Um aus der Casinostraße eine Fahrradstraße zu machen, waren einige Änderungen der Verkehrsführung und damit verbundene Bauarbeiten nötig. Die Umgestaltung der Einmündung der Casinostraße in den Friedrich-Ebert-Ring und die Querung desselben war die umfangreichste und ist dieser Tage fertig geworden.

Die Bauzeit allein dieser Maßnahme währte in Summe 10 Wochen und hat rund 230.000 Euro gekostet. Auf der Mittelinsel des Friedrich-Ebert-Rings entstanden getrennte Wege von jeweils 4,00 m Nutzbreite für Fuß- und Radverkehr. Alle Querungsstellen wurden barrierefrei mit taktilen Platten hergestellt. Dabei wurden differenzierte Bordhöhen mit 0 cm für Mobilitätseingeschränkte und 6 cm für Menschen mit Sehbehinderung verwendet. Die Lichtsignalanlage wurde mit energiesparender LED Technik erneuert und die Grünzeiten für Radfahrende wurden optimiert.

Ferner wurden

- 460 m² Verbundsteinpflaster

- 180 m Borde

- 100 m Rinne zur Wasserführung

- 140 m² Asphalttrag- und Deckschicht

- 10 Signalmasten für Lichtsignalanlage und

- 3 Beleuchtungsmasten eingebaut.

Eine große Gruppe Menschen steht hinter einem Flatterband, das durchnitten wird zur symbolischen Freigabe einer Fahrradstraße.
Baudezernent Bert Flöck und Radverkehrsbauftragter Weiß-Bollin durchschneiden das Flatterband zur symbolischen Freigabe der neuen Fahrradstraße.