Das Bild zeigt die August-Horch-Straße in Koblenz, im Vordergrund blühen rote Mohnblumen.

 

Erneuerung der August-Horch-Straße

Die Stadt Koblenz beabsichtigt die innerstädtischen Verbindungsstraßen mit der Fortführung der Rheindörferstraße (L 126) im Industriegebiet Rheinhafen grundhaft zu erneuern. Anlass hierzu ist der baulich sehr schlechte Zustand der mehr als 30 Jahre alten Straßen und die dadurch bedingte mangelhafte Verkehrssicherheit, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer.    


Eckdaten:

  Dauer:  bis Ende November 2022

  Länge:  4,2 km

  Kosten: 3.0 Millionen Euro 

   

Die Bauarbeiten werden in Form von 6 Bauabschnitten und 4 Bauphasen abgearbeitet. Gegenstand der aktuellen Bautätigkeiten ist der zweite Bauabschnitt, der erste wurde bereits 2010 fertiggestellt.



Warum wird gebaut?


Der gesamte Straßenbereich, insbesondere die vorhandenen Rad- und Gehwege, sind in einem baulich sehr schlechten Zustand. Ursache hierfür ist zum einen der altersbedingte Verschleiß und zum anderen die gestiegene Verkehrsbelastung durch den Schwerlastverkehr. Eine von der Stadt Koblenz beauftragte Baugrunduntersuchung hat gezeigt, dass die Frostschutzschicht unter dem ca. 25 cm befestigten Oberbau stark gestört ist beziehungsweise komplett fehlt. In den Wintermonaten kommt es immer wieder zu Frostaufbrüchen, da der bindige, nicht tragfähige Untergrund die Fahrbahndecke reißen lässt und schließlich Oberflächenwasser eindringen kann. Doch auch die Geh- und Radwege sind durch die Forstausbrüche stark beschädigt worden. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit wurden bereichsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h angeordnet.


Was wird gebaut?


Die Fahrbahn in diesem Abschnitt ca. 8,50m breit und wird folglich, zugunsten der Längsparkstreifen und sonstigen Nebenanlagen, auf 6,50m reduziert. Die zum Teil überbreiten Fahrstreifen, mit optisch schlecht abgetrennten parallelen Längsparkstreifen, führen trotz massiver Straßenschäden oft zu überhöhten Geschwindigkeiten, mit entsprechendem Unfallrisiko. Dadurch werden selbstverständlich die baulichen Unzulänglichkeiten der Verkehrsflächen beseitigt.

Trotz der Verringerung der Fahrbahnbreite bleibt die Leistungsfähigkeit und die Linienführung der Straße erhalten. Die Verkehrssicherheit für alle Teilnehmenden hingegen verbessert sicht durch den Ausbau wesentlich. Zusätzliche Sicherheit bietet zudem eine Querungsinsel, welche im Bereich der Bushaltestelle platziert wird und so Überholvorgänge während des Haltens des Busverkehrs verhindert.

Im Zuge der Straßenbauarbeiten kommt es zu einer beidseitigen Entsiegelung von Teilflächen, welche das Bepflanzen dieser Flächen ermöglicht. Eine zusammenhängende Grünfläche war im Industriegebiet bis dahin nicht vorhanden. Eine Verdichtung vorhandener Baumstandorte wird sich auf die Gliederung des Straßenraumes und auf das Mikroklima positiv auswirken



Bauabschnitte


  1. Kreisverkehrsplatz Carl-Spaeter-Straße bis August-Horch-Straße
  2. August-Horch-Straße von Carl-Spaeter-Straße kommend bis Zur Bergpflege
  3. Carl-Spaeter-Straße von August-Horch-Straße bis Kurfürst-Schönborn-Straße
  4. Carl-Spaeter-Straße von August-Horch-Straße bis Züchnerstraße
  5. August-Horch-Straße von Carl-Zeiss-Straße bis zur Bergpflege 
  6. Hans-Böckler-Straße von Carl-Spaeter-Straße bis Wallersheimer Kreisel 


Bauphasen und Fortschritt


  • 1. Bauphase 

    Während der ersten Bauphase wird der nördliche Straßenkörper zurückgebaut. Die Arbeiten werden dabei vollumfänglich bis zur Asphaltbinderschicht durchgeführt. Grünfläschen werden zudem mit einer Tragdeckschicht hergestellt, um den Verkehr in der nächsten Bauphase dort herzuführen.

  • 2. Bauphase

    In der zweiten Bauphase wird der südliche Straßenkörper zurückgebaut. Auch hier werden die Straßenbauarbeiten vollumfänglich durchgeführt, inklusive der Gussasphaltrinne und der Asphaltdeckschicht in den Parkflächen und Einfahrten.

  • 3. Bauphase 

    In der dritten Bauphase wird die provisorische Tragdeckschicht zurückgebaut und die noch ausstehenden Straßenbauarbeiten ausgeführt. Weiterhin werden die Grünbeete hergestellt und der Oberbau der Bushaltestelle ausgeführt. Anschließend wird die nördliche Gussasphaltrinne sowie die Asphaltdeckschicht in den nördlichen Parkflächen eingebaut.

  • 4. Bauphase

    In der vierten und letzten Bauphase wird die Asphaltdeckschicht eingebaut. Diese Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung, welche sich auf ein Wochenende beschränken wird, um so die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Abschließend wird eine Mittelinsel, im Bereich der Bushaltestelle, platziert.