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Interimsschule in der Goldgrube: Zeitplan für Umsetzung angepasst

Der Koblenzer Stadtrat hat in seiner Mai-Sitzung mehrheitlich den Grundsatzbeschluss gefasst, in der Goldgrube eine Interims-Schule zu errichten. In einem ersten Schritt soll dieses Schulgebäude vom Max-von-Laue-Gymnasium genutzt werden, um am bisherigen Standort an der Südallee notwendige Bauarbeiten durchführen zu können.

Im Abstimmungsprozess für den Interimsstandort mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, ergab sich, dass ein Bebauungsplanverfahren für die Errichtung der Interimsschule erforderlich ist. 

Die Stadtverwaltung wird daher in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität am 21. September eine Vorlage für einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan einbringen. Die Aufstellung soll im beschleunigten Verfahren für eine Innenentwicklungsmaßnahme erfolgen.

Abseits des Bebauungsplanverfahrens arbeitet die Stadtverwaltung Koblenz derzeit an den umfangreichen Vorbereitungen für die Vergabe und den Bau des Interimsstandortes in der Goldgrube. Hier ist erstmals eine Totalunternehmer-Vergabe vorgesehen, für die weiterer zeitlicher Vorlauf aufgrund vertraglicher und technischer Anforderungen notwendig ist. „Hiermit wollen wir einen möglichst reibungslosen Bauablauf gewährleisten, um spätere Verzögerungen und Mehrkosten zu vermeiden“, erklärt Baudezernent Prof. Dr. Andreas Lukas das Vorgehen.

Durch das Bebauungsplanverfahren und die erweiterten Vorbereitungen für den Bau der Interimsschule ergibt sich nunmehr ein geänderter, vorläufiger Zeitplan, der unter anderem von möglichen Förderungen abhängig ist. Die Einreichung für den Bauantrag ist für das 2. Quartal 2027 vorgesehen und der Beginn der Erdarbeiten für das 4. Quartal 2027. Läuft alles nach Plan, dann soll der Bau im 3. Quartal 2028 stehen, so dass im Anschluss der Umzug des Max-von-Laue-Gymnasiums an den Interimsstandort in der Goldgrube erfolgen könnte. Ursprünglich war ein Umzug zum Schuljahr 2027/2028 vorgesehen.

„Uns ist bewusst, dass Veränderungen im Zeitplan für die Schulgemeinde mit vielen Fragen verbunden sind. Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler hat dabei höchste Priorität“, erklärt Baudezernent Lukas. Gleichzeitig, so ergänzt Bildungsdezernent Ingo Schneider, müssen die betroffenen Schulen, das Max-von-Laue-Gymnasium und die Pestalozzi-Grundschule, aber auch Planungssicherheit für sich und ihre Schulgemeinschaften haben. „Sie brauchen einen verlässlichen Zeitplan, mit dem sie arbeiten können“, sagt Schneider.

Das Bestandsgebäude des Max-von-Laue-Gymnasiums in der Südallee soll bis Ende 2028 weiter genutzt werden. Hierfür ist eine neue Gefährdungsbeurteilung durch die Feuerwehr Koblenz notwendig, die erstellt werden soll.

Das Max-von-Laue-Gymnasium soll erst später an den Interimsstandort in der Goldgrube umziehen.