444-Meter-Brücke zwischen Rauental und Goldgrube hat Form angenommen – Eröffnung im kommenden Jahr geplant
Die neue Geh- und Radwegbrücke zwischen den Koblenzer Stadtteilen Rauental und Goldgrube entwickelt sich weiter. Nach dem spektakulären Einhub der großen Stahlbauteile im März über die zwölfgleisige Bahntrasse wurde zuletzt der letzte Teil der nördlichen Rampe in Beton gegossen. Die Brücke erstreckt sich nun also über die gesamten 444 Meter. Aktuell wird die Deckschicht aufgetragen, die mit einem speziellen Belag eine rutschsichere Fortbewegung auf der Brücke ermöglichen wird.
Neben einem rutschsicheren Belag ist auch eine gute Beleuchtung für die sichere Querung der neuen Brücke von entscheidender Bedeutung. 524 LED-Leuchten werden deshalb beidseitig so im Handlauf installiert, dass sie auf den Geh- und Radweg strahlen.
Nach dem Anbringen der Handläufe können Schwingungsmessungen an der Brücke durchgeführt werden, die aktuell noch kein repräsentatives Ergebnis liefern würden. Anhand dieser Messungen wird dann ein Schwingungsdämpfer geplant und gefertigt, der in der Mitte der Brücke eingelassen wird, um Schwingungen der Brückenkonstruktion auszugleichen.
Auf beiden Seiten der Brücke wurde unterdessen bereits mit dem Bau der Treppentürme begonnen. Der mittlere, tragende Teil der Türme wird dabei vor Ort betoniert, die Treppen und Podeste werden als Fertigteile angeliefert, mit Kränen eingehoben und befestigt. Die Treppentürme ermöglichen später den Zutritt zur Brücke, ohne die langen Rampen nutzen zu müssen.
Um die Entwässerung der fertigen Brücke sicherzustellen, wird in der nächsten Zeit auch das Abwassersystem gebaut. Dazu sind umfangreiche Erdarbeiten notwendig, um die entsprechenden Kanäle, die auch bei starken Regenfällen den Ablauf des Wassers gewährleisten, in den Boden einzubringen.
„Besonders das Aufbringen des Belages des Geh- und Radwegs, aber auch andere, noch anstehende Arbeiten, sind stark abhängig von der Witterung. Massive Verzögerungen sind aber aktuell nicht zu erwarten, sodass wir mit einer Eröffnung in der ersten Jahreshälfte im kommenden Jahr rechnen“, sagt Stephan Landen, Abteilungsleiter des Brückenbaus im Tiefbauamt der Stadt Koblenz.
Zeitgleich läuft gerade die Auswertung des Namenswettbewerbs. Insgesamt sind 262 Namensvorschläge vom 1. Juli bis 16. August eingegangen. Der Arbeitskreis Straßenbenennung erarbeitet derzeit eine Empfehlung, die dann dem Haupt- und Finanzausschuss und dem Stadtrat im November zur Abstimmung vorgelegt wird.

