AKtuelle 
Meldungen


Ausbau des Geh- und Radweges am Moselufer (Lückenschluss Moselweiß): Einladung zu gemeinsamen Begehungen mit der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung Koblenz plant, den Geh- und Radweg am südlichen Moselufer auf einer Länge von 2,3 Kilometern zwischen der Gülser Eisenbahnbrücke und der Peter-Klöckner-Straße in den Koblenzer Stadtteilen Rauental und Moselweiß auszubauen. Dadurch soll die Verkehrssicherheit erhöht und ein durchgehend attraktiver Weg zwischen Lay und dem Deutschen Eck geschaffen werden. Das Baudezernat der Stadt Koblenz lädt Anwohnerinnen und Anwohner sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu ein, die Strecke in Moselweiß gemeinsam zu begehen, um sich über den Baumbestand und die Baumaßnahmen auszutauschen. Geplant sind zunächst vier Termine am 30. und 31. März sowie am 1. und 2. April für jeweils bis zu 20 Personen. Treffpunkt ist der Buswendeplatz an der Gülser Brücke um 15 Uhr. Das Team Radverkehr und der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen stehen gemeinsam mit dem Baudezernenten für Fragen und Anregungen vor Ort zur Verfügung. Eine Anmeldung ist per E-Mail an baudezernat@stadt.koblenz.de oder telefonisch unter 0261 129-3006 möglich. Sollte das Interesse die Kapazitäten übersteigen, werden weitere Termine angeboten. Zudem wird es ein Informationsvideo auf der Webseite 
www.koblenz-baut.de sowie auf den sozialen Netzwerken geben.


Warum ist die Maßnahme erforderlich?

Die Radverkehrsführung am Moselufer wird derzeit durch den neuen Geh- und Radweg zwischen Lay und Moselweiß verbessert, sodass das Fahrradpendeln in die Innenstadt sicherer und attraktiver wird. Jedoch weist der vorhandene Leinpfad Wurzelaufbrüche, Ausbesserungen mit wassergebundener Wegedecke, Kaltasphalt und weitere Reparaturstellen auf. Die Bestandswege am Moselufer in Moselweiß sind zudem für eine gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer zu schmal. Die Planung sieht daher vor, den vorhandenen Weg auf bis zu 3,50 m zu verbreitern. Die Nutzung des Uferweges soll wie bisher durch Fußgänger in beide Richtungen und dem Radverkehr in Richtung Lay stattfinden. Hintergrund ist der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Koblenz, der als prioritäre Maßnahme vorgibt, Fuß- und Radverkehre sicherer zu machen. Von der erhöhten Verkehrssicherheit profitieren aus Sicht der Verwaltung sowohl die Pendler, die Fußgänger als auch die Jogger mit ihrer bekannten Brückenrunde. Die Planung sieht zudem Querungshilfen der Bundesstraße für Fußgänger vor.

 

Im Abschnitt zwischen der Gülser Brücke und der Kurt-Schumacher-Brücke liegt die Kfz-Verkehrsstärke bei ca. 7.700 Fahrzeugen pro Tag. Im Jahr 2023 wurde daher stadteinwärts ein Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn angelegt und gleichzeitig der östliche Geh- und Radweg zu einem reinen Gehweg verändert. Die Fahrbahn ist aktuell nicht ausreichend breit, um auch stadtauswärts einen Radschutzstreifen zu markieren. Der Radverkehr ist derzeit auf dem Uferweg in Richtung Lay zugelassen.  Radfahrende stadtauswärts haben somit die Wahl zwischen der Nutzung des Gehwegs (zulässig in Schrittgeschwindigkeit) oder der Fahrt im Mischverkehr bei bis zu 50 km/h auf der Fahrbahn. Beide Führungsformen entsprechen nicht dem beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan und stellen für Radfahrende ungünstige Bedingungen dar. Die Voraussetzungen der Straßenverkehrsordnung für die Anordnung von Tempo 30 auf der B 49 liegen nicht vor. 

 

Wie geht es weiter mit dem Baumbestand?

Die Fortentwicklung und Pflege des Baumbestandes in Koblenz ist eine Kernaufgabe der Stadtverwaltung. In den vergangenen zehn Jahren konnten neben den erforderlichen Ersatzpflanzungen bei Entnahmen im Stadtgebiet 871 neue Baumstandorte geschaffen werden. Die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur der Europäischen Union gibt den Städten auf, den Grad der Baumbeschirmung im Siedlungsbereich gemessen am Referenzjahr 2024 stetig zu steigern. Deswegen sind auch in den nächsten Jahren neue Baumstandorte zu schaffen. Hinzu kommt der Stadtwald, der ein Drittel der Fläche von Koblenz einnimmt.

 

Im Zuge der geplanten Maßnahmen müssen 29 Bäume entfernt werden, wovon 19 jedoch bereits heute starke Trockenschäden im Kronenbereich aufweisen. Ein dauerhafter Erhalt der meisten Bäume ist auch ohne die geplanten Maßnahmen nicht möglich, da ihre Vitalität und Zukunftsfähigkeit deutlich eingeschränkt sind. Bereits in der Vergangenheit mussten an diesem Standort wiederholt Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit entnommen werden, da Schäden und mangelnde Standfestigkeit ein Risiko darstellten. 

 

Gleichzeitig sollen im unmittelbaren Umfeld, überwiegend im Planungsgebiet, neue Bäume gepflanzt werden. Dabei kommen gezielt klimaangepasste, widerstandsfähige Baumarten zum Einsatz. Zusätzlich werden die Standortbedingungen durch einen Bodenaustausch mit geeignetem Baumsubstrat deutlich verbessert. Auf diese Weise entstehen langfristig gesunde und zukunftsfähige Baumstandorte, die den klimatischen Herausforderungen besser gewachsen sind und einen nachhaltigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten. 

 

Darüber hinaus bleibt die im Planungsgebiet befindliche Platanen-Allee vollständig erhalten. 

 

Wie sieht der Zeitplan aus?

Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung an Fördergeldanträgen für die voraussichtlich 3,8 Millionen Euro teure Maßnahme. Nach der Eröffnung des neuen Radweges zwischen Lay und Moselweiß werden die aktuellen Verkehrszahlen erhoben. Parallel dazu wird die Planung weiter optimiert. Im Anschluss findet eine erneute Bürgerinformation statt. Die Baumaßnahmen beginnen frühestens im Oktober 2027.

Der derzeitige gemeinsam genutzte Fuß- und Radweg am Moselufer weist Schäden auf, die im Zuge des Ausbaus beseitigt werden.