Visualisierung Neubau Pfaffendorfer Brücke

PFAFFENDORFER BRÜCKE

Informationen zum Neubau


Die Planungen zur Verkehrsführung während des Neubaus wurden mit der Prämisse angegangen, dass die Einschränkungen für den Verkehr während der Bauzeit so gering wie möglich ausfallen sollen. Aufgrund der hohen Verkehrsauslastung soll vor allem eine langfristige Vollsperrung der Brücke vermieden werden. Deshalb wurde ein Verkehrsplan entwickelt, in dem der Straßenverkehr während der Baumaßnahme weitesgehend aufrecht erhalten bleibt. Von Eingriffen bleibt er allerdings nicht gänzlich verschont. Martin Becker vom Tiefbauamt der Stadt Koblenz erklärt, auf welche Verkehrseinschränkungen sich die Bevölkerung einstellen muss. Eine wichtige Rolle spielen dabei die verschiedenen Bauphasen in der voraussichtlich fünfjährigen Bauzeit.



Drei Fahrstreifen in Wechselverkehrsführung

Das Bild zeigt die Fahrspuren der Pfaffendorfer Brücke.
Lediglich drei der vier Fahrspuren können während des Baus der neuen Brücke in Seitenlage aufgrund der beengten Ortsverhältnisse genutzt werden.

Die Verkehrseinschränkungen können vor allem deshalb auf ein Minimum begrenzt werden, weil die neue Brücke zunächst neben die bereits existierende gebaut wird. Die Vorlandbrücken sowie die Überbauten der neuen Flussbrücke werden auf Hilfspfeilern errichtet. Dadurch wird nicht nur eine Vollsperrung verhindert, der Verkehr kann während dieser voraussichtlich zweijährigen Bauphase sogar vierspurig über die alte Brücke weiter fließen. Wegen der beengten örtlichen Verhältnisse ist es allerdings nicht möglich, alle vier vorhandenen Fahrstreifen aufrecht zu erhalten, sobald der Verkehr für den Abriss der alten Brücke über die neue Brücke geführt wird. Die Radien an den Uferseiten erlauben nur die Verschwenkung von maximal drei Fahrstreifen. Wegen der von Tiefbauamtsleiter Schwarz angesprochenen "Rush-Hours" in den Morgen- und Abendstunden wurde sich bei den Planungen schlussendlich für eine Wechselverkehrsführung entschieden, bei der morgens zwei Fahrstreifen stadteinwärts und eine stadtauswärts geführt werden und abends umgekehrt.

Abriss der alten und Querverschub der neuen Brücke

Nach der Fertigstellung der neuen Überbauten und der zugehörigen Rampen wird der Verkehr auf die neue Brücke umgeleitet. Als Nächstes steht dann der Abbruch des alten Bauwerks einschließlich der beiden vorhandenen Strompfeiler auf dem Programm. Anschließend werden die Pfeiler der neuen Brücke im Rhein errichtet. Die vorhandenen denkmalgeschützten Widerlager, auf denen auch die neue Brücke aufliegen wird, werden umgebaut. Zum Abschluss muss der gesamte neue Brückenzug in die alte Bauwerksachse verschoben werden. Die Hilfspfeiler können danach abgebaut werden. Beim Querverschub der neuen Brücke lässt sich eine Vollsperrung des Verkehrs leider nicht vermeiden.

Bessere Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr

Bei den Planungen der neuen Pfaffendorfer Brücke wurde nicht nur auf die Bedürfnisse des Fahrzeugverkehrs geachtet. Ein Ziel des Brückenneubaus ist es zudem, eine verbesserte Verkehrssituation für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende umzusetzen. Mit einer Gesamtbreite von 5,20 Meter werden die neuen beidseitigen Geh- und Radwege der Brücke rund einen Meter breiter sein als die bisherigen. Zusätzliche Schutzstreifen sollen für eine bessere Orientierung und Verkehrssicherheit auf der Brücke sorgen und den Rad- und Gehwegbereich voneinander trennen.

Auf der heutigen Brücke stehen die großen Straßenleuchten mitten auf dem Geh- und Radwegbereich und stellen dadurch ein lästiges Hindernis für zu Fuß gehende sowie für Radfahrende dar. Auf der neuen Brücke werden die Leuchten hinter den Geländern angebracht. Einem besseren Geh- und Radwegeverkehr steht damit wortwörtlich nichts mehr im Weg. Die Anschlussbereiche der Brücke werden im Zuge des Neubaus an den beiden Ufern an die Bedürfnisse des Fuß- und Radverkehrs angepasst.