Großprojekte

Sanierung der Pfaffendorfer Brücke
Pfaffendorfer Brücke im Herbst


Die Pfaffendorfer Brücke verbindet die Stadt Koblenz über die Bundesstraße 49 mit der gegenüberliegenden Rheinseite und den dort liegenden Stadtteilen. Somit stellt diese Verbindung im Zusammenhang mit dem direkt anschließenden Friedrich-Ebert-Ring eine der Hauptverkehrsachsen in Koblenz dar.

Die letzte Sanierung des Bauwerks lag rund 25 Jahre zurück. Eine weitere, umfassende und kostenintensive Sanierung wird nach Prüfungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchgeführt. Stattdessen soll eine neue Brücke gebaut und die alte Brücke abgerissen werden. Bis zum Neubau und auch während der Errichtung eines neuen Bauwerks, muss der jetzige Rheinübergang noch weiter in Betrieb bleiben.

Die letzte Brückenhauptprüfung mit den dazugehörigen Materialuntersuchungen haben ergeben, dass zum Erhalt der Pfaffendorfer Brücke in Teilbereichen Instandsetzungsarbeiten notwendig waren. Diese waren unumgänglich und konnten nicht aufgeschoben werden, da die Haltbarkeit des Bauwerks bis zum Bau der neuen Brücke sichergestellt werden musste. Vorgesehen war, schwerwiegende Schäden (insbesondere Schäden an den Zugbalken der Betonfahrbahnplatte, an einem schwer geschädigten Endquerträger und einer Übergangskonstruktion) zu beseitigen und die Mängel an der Bauwerkslagerung mit einem Dauermonitoring zu versehen. Darüber hinaus sind weitere Monitoring- und kleinere Baumaßnahmen durchgeführt worden. Im Herbst erfolgte eine neue Bauwerkshauptprüfung. Die Prüfintervalle wurden nunmehr von gemäß DIN 1076 festgelegten sechs Jahren auf ein Jahr reduziert.

Die Sanierungsmaßnahmen sind nun abgeschlossen und die Belastungsprüfungen haben ergeben, dass die Pfaffendorfer Brücke seit dem 31.10.2019 wieder vierspruig befahren werden darf. Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 30 t dürfen die Brücke vorerst weiterhin nicht befahren, LKWs und Busse mit einem Gesamtgewicht bis 30 t unterliegen einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Die rechtsrheinische Auffahrt auf die Brücke bleibt für den KFZ-Verkehr gesperrt, da das dortige Teilbauwerk aus statischen und Zustandsgründen latent einsturzgefährdet ist.

Wir danken allen Verkehrsteilenhem*innen für ihre Geduld und ihr Verständnis. Besonders danken wir auch den Teams des Brückenbauamtes und der beteiligten Baufirmen B.A.S. Verkehrstechnik AG, Bauwerkskonzept Rhein-Saar GmbH, MAW Stahlbau Eulberg und Spezial-Gerüstbau Löhr für Ihren Einsatz.